Die Harfenistin Verena Jochum fühlt sich in vielen Genres zu Hause und beschreitet immer wieder neue Wege: Ihr künstlerischer Fokus liegt auf Solokonzerten und Kammermusik in unterschiedlichsten Besetzungen. Sie liebt es, mit anderen Künstlern verschiedener Sparten zusammenzuarbeiten, ihren kreativen Ideen freien Lauf zu lassen, gemeinsame Projekte zu entwerfen und deutschlandweit aufzuführen.

Solistische Auftritte, Kammermusik in verschiedenen Ensembles und Projekte mit Chören oder im klassischen Orchester führen die im Saarland lebende Harfenistin regelmäßig auf große und kleine Bühnen bundesweit sowie in zahlreiche Genres, von der Klassik über Neue Musik bis hin zu Klezmer, den Chansons der 20er und 30er Jahre und zum Liedgut verschiedener europäischer Sprachen und Kulturen.

In selbst entwickelten Projekten – solistisch oder mit Ensemblepartnerinnen – erkundet sie die vielfältigen Möglichkeiten der Harfe: Erzählkonzerte, Live-Hörspiele und andere Formate kombinieren Sprache, Gesang, Harfenmusik und szenische Elemente zu abendfüllenden Programmen. In einfühlsamem Spiel, das die vielfältigen Klangfarben der Harfe aufscheinen lässt und das Instrument auch in ungeahnte perkussive und rhythmische Expeditionen entführt, fasziniert Verena Jochum ihr Publikum vom ersten Ton an. Ihr mitreißendes Spiel lässt die Harfe in der Rolle eines gesamten Orchesters erklingen, je nach Stück und musikalischer Intention auch fernab des klassisch-lieblichen Harfenklangs.

Verena Jochum gastiert regelmäßig bei Festivals und Konzertreihen wie der Michelstädter Musiknacht, dem Festival der Klesmer- und Weltmusik Salzgitter, dem Ekhof-Festival Gotha, der Saarbrücker Sommermusik oder der Solitude-Soirée Stuttgart und wirkt bei Uraufführungen zeitgenössischer Kompositionen, CD-Produktionen und Rundfunkaufzeichnungen mit.
Seit vielen Jahren arbeitet sie eng mit der amerikanischen Harfenistin und Komponistin Deborah Henson-Conant zusammen, deren Konzert Soñando en Español sie für Harfe solo arrangierte und zum Erzählkonzert ausbaute.

Verena Jochum sammelte bereits vor ihrem Studium zahlreiche musikalische Impulse über die Grenzen Deutschlands hinaus und belegte Meisterkurse im In- und Ausland. Sie studierte Harfe bei Mirjam Schröder an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, wo sie ihr künstlerisches Diplom absolvierte. Mehrere Jahre lang war sie Stipendiatin des Vereins Yehudi Menuhin Live Music Now Weimar.

Interview SR kultur – Portrait regional